Herten. Die Idylle im Schlosspark ist empfindlich gestört. Spaziergänger müssen auf dem Weg entlang des Klettergerüsts Slalom laufen – überall liegen Kothaufen. Fälschlicherweise halten viele Fußgänger Hunde für die Übeltäter – allerdings stammen die Ausscheidungen von Gänsen. Die versammeln sich rund um das Klettergerüst, weil sie wissen, dass sie von den Vorbeigehenden gefüttert werden.
Sie schnattern, sie watscheln – und sie machen jede Menge Dreck. Die Gänse verunreinigen den Gehweg am Klettergerüst mit ihren Fäkalien. Für Stefan Klümper vom Zentralen Betriebshof Herten, Bereich Grün, ist das „ein Riesenproblem: Vor Veranstaltungen saugen wir den Weg mit Kehrmaschinen ab, aber jeden Tag ist das nicht zu schaffen.“ Ein Einsatz kostet zwischen 300 und 400 Euro, aktuell war die Kehrmaschine wegen des Gänsekots zwei Mal im Einsatz.
Klümper bittet alle Radfahrer, Gassi-Geher und Spaziergänger darum, die Gänse nicht mehr zu füttern, denn „nicht nur der Gehweg wird verunreinigt, sondern auch der angrenzende Teich“. Im Schlosspark selbst finden die Gänse genug Futter, um zu überleben. Im Spätsommer verlassen sie dann den Schlosspark und fliegen auf die umliegenden Getreidefelder.
Bis dahin sind auch die Küken größer geworden, die momentan im Schlosspark aufwachsen. Vier Pärchen mit je vier bis sechs Küken sind es insgesamt. Falls jemand ihren Jungen zu nahe kommt, schlagen die Gänse-Eltern mit den Flügeln und fauchen. Stefan Klümper rät, ruhig zu bleiben: „Die Gänsefamilie einfach ignorieren und an ihnen vorbeigehen, das Fauchen ist eine Schutzhaltung. Gefährlich sind die Gänse aber nicht.“

