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Die Kronen werden wieder dichter

Bild: So sieht ein schöner gesunder Wald aus. Bis in die Spitzen grün. Foto:VDS

Kreis: Schmetterlinge fressen die Eichen kahl und ein Bakterium vernichtet die Rosskastanien. Auch wenn die Städte seit Jahren auf die Gefahren hinweisen und immer neue Bekämpfungsmethoden entwickeln – die deutsche Holz- und Sägeindustrie findet: „Dem deutschen Wald geht es gut.“ Dank der nachhaltigen und umweltfreundlichen Arbeitsweise der Industrie.

Nicht ganz so zufrieden sieht die Bilanz aus, die die Bundesregierung in ihrem Waldschadensbericht 2013 zieht. Die Wälder hätten sich zwar insgesamt wieder etwas erholt, aber jede zweite Eiche sei wegen Insektenschäden krank.

Der Anteil der Bäume ohne Kronenschäden stieg im letzten Jahr um zwei Punkte auf 39 Prozent. Bei den Eichen hatten nur noch 17 Prozent gar keine Schäden. Bei den Buchen sind es 22 Prozent. Den Kiefern ging es noch nie so gut. Von wirklicher Nachhaltigkeit sei die deutsche Waldpolitik aber weit entfernte, meint der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

In einem Punkt sind sich Regierung, BUND und Holzindustrie einig: Der Wald ist wichtig, darüber müsse die Öffentlichkeit viel mehr informiert werden.

Die Industrie wünscht sich mehr Aufklärung, wie groß die Potenziale des Rohstoffes Holz sind und dass der Wald als größtes Solardach der Welt einen hohen Stellenwert einnimmt.

Und selbst wenn der Baum nicht mehr im Wald steht, sondern zu Baumaterial verarbeitet wurde, ist er vielseitig, ökologisch vorteilhaft und unschlagbar bei den Wärmedämmeigenschaften. „Dieses Potenzial müssen wir nutzen“, fordert die Holzindustrie. Nadelhölzer (wie die Fichte) seien deshalb unverzichtbar.

Das Potenzial des Waldes erkennen die Städte erst langsam. In Marl stellte die Verwaltung einen umfangreichen Wirtschaftsplan auf. 1000 Festmeter werden jetzt jährlich „abgeschöpft“.

Damit es dem Wald anschließend noch besser geht.

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