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Angestellter nahm sich 1,8 Millionen Euro

Dorsten. Der 41-jährige Erich K. soll dem Geschäftskonto eines Gelsenkirchener Reisebüros fast 1,8 Millionen Euro entnommen. Wo das Geld geblieben ist, ist nur teilweise klar. Jetzt steht er wegen Untreue vor dem Landgericht Essen.

In nur wenig mehr als zwei Monaten zwischen April und Juni 2010 soll er das Geld bar vom Konto abgehoben haben. Der Dorstener war als Angestellter geführt worden, tatsächlich soll er jedoch Geschäftsführer gewesen sein – neben einer Frau, die offiziell im Handelsregister geführt wurde und die nun als Zeugin fungiert.

Das Arbeitsprinzip des Reisebüros soll so gewesen sein: Die Angestellten schlossen mit den Kunden Verträge ab, innerhalb kurzer Zeit wurde der Reisepreis auf das Konto der GmbH eingezahlt. Die Reiseveranstalter buchten dann den entsprechenden Betrag ab, zurück blieb die Provision.

Bei der Bank gab es noch ein weiteres Konto. Dorthin wurden alle Gelder überweisen, die nicht sofort an den Veranstalter abzuführen waren. Auf diese Weise wurden vom Tagesgeld Zinsgewinne erwirtschaftet.

Der Angeklagte, der Kontovollmacht hatte, habe Ende April 2010 beschlossen, die auf diesem Konto befindlichen Gelder sich anzueignen, so der Anklagevorwurf. Er habe Barentnahmen von 1,772 Millionen Euro getätigt. Der Verbleib der Gelder sei bis zum heutigen Zeitpunkt nur teilweise geklärt.

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