Naturschutz-Einsatz ist NRW-weit einzigartig
Bild: RVR-Ranger Sören Bernds und seine Kollegen sind jetzt auch per Kajak auf der Lippe unterwegs. Foto: Wiciok
Region. Normalerweise sind sie zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs – künftig kommen die Ranger des Regionalverbandes Ruhr im Kreis Wesel auch per Kajak. So kontrollieren sie die Einhaltung der geltenden Regeln auf der Lippe auch vom Wasser aus. Anders, als im Kreis Recklinghausen, kann die Lippe dort für Freizeitaktivitäten genutzt werden.
Die Ranger suchen den direkten Kontakt zu Erholungssuchenden, informieren über Schutzvorschriften und werben für einen rücksichtsvollen Umgang mit Natur und Landschaft. Der Einsatz von Rangern im Kajak ist in Nordrhein-Westfalen bislang einzigartig. Bei der Bootstaufe wurden die zwei neuen Kajaks auf Biber und Seeadler getauft.
Lippe-Einsatz ein erster Schritt
Acht Ranger wurden gemeinsam mit Rangerchef Christian Pfeifer für ihren neuen Einsatz im Kajak geschult. Die zweitägige Ausbildung fand im Juli beim Kanu-Club Friedrichsfeld auf dem Wesel-Datteln-Kanal und der Lippe statt.
Mit den Kajaks können die Ranger die Menschen dort erreichen, wo die bisherigen Streifengänge zu Fuß nicht möglich sind. Und dabei werden immer wieder kleine Inseln oder Uferbereiche betreten, die unter Naturschutz stehen.
Auch der Lippeverband begrüßt die Erweiterung des Rangerdienstes. „Unsere Betriebsteams haben die Lippe und ihre Ufer ebenfalls im Blick. Die Kajak-Ranger ergänzen unsere Arbeit und sind zusätzliche Ansprechpartner für die Menschen vor Ort”, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes.
Der Einsatz auf der Lippe ist ein erster Schritt. Perspektivisch sollen die Ranger auch auf weiteren Gewässern im Verbandsgebiet unterwegs sein – beispielsweise auf der Ruhr oder den verbandseigenen Seen. So soll der Rangerdienst auch auf dem Wasser zu einem festen Bestandteil der Besucherinformation und des Naturschutzes werden.
Die drei Ranger Sören Bernds, Ulrich Gräfer und Stefan Kalisch wurden vom Kanu-Club Friedrichsfeld in Voerde geschult.

