Polizei verstärkt Präsenz in Marl-Hüls und Recklinghausen
Marl/Recklinghausen. Mittlerweile geht die Angst um im Marler Stadtteil Hüls. Neben unerklärlichen Gewalttaten (Schüsse, Sprengsätze, ein Toter – wir berichteten) geht es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder um Randale, ausgelöst durch marodierende Jugendliche, die in Marl, aber auch in Recklinghausen, für Einsätze von Polizei und Feuerwehr sorgen.
(Symbolbild)
Nachdem mehrere Jugendliche am Samstagabend (17. Oktober) und am Montagabend (19. Oktober) in Marl-Hüls und in der Recklinghäuser Innenstadt für mehrere Einsätze gesorgt haben, verstärkt die Polizei ihre Präsenz in beiden Städten.
Die Jugendlichen hatten sich am Samstag in Marl-Hüls getroffen. In den Abendstunden warfen sie Feuerwerkskörper – unter anderem auch gegen ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr und zündeten eine Mülltonne an.
Am Montagabend waren die Jugendgruppen wieder in Marl Hüls und auch in der Recklinghäuser Innenstadt unterwegs. In Marl setzten sie erneut eine Mülltonne in Brand, in Recklinghausen warfen sie Pyrotechnik – unter anderem in das Einkaufszentrum Palais Vest. Bei den Vorfällen wurde zum Glück niemand verletzt. Die Vorfälle lösten jedoch Großeinsätze von Polizei und Ordnungsamt aus
Illegale Pyrotechnik beschlagnahmt
Bei den Einsätzen überprüften die Beamten insgesamt mehrere Dutzend Jugendliche, stellten deren Personalien fest und erteilten Platzverweise. In der Folge leitete die Polizei nach den Vorfällen entsprechende Strafverfahren (Widerstand, Sachbeschädigung durch Feuer) ein.
In Recklinghausen konnte die Polizei am Montagabend bei zwei Jugendlichen (15 Jahre aus Dülmen und 16 Jahre aus Recklinghausen) illegale Pyrotechnik finden. Sie wurden mit zur Polizeiwache genommen. Es wurden Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.
Gefährderansprache
Die Jugendlichen sind zwischen 14 und 18 Jahre alt und stammen überwiegend aus Marl und Recklinghausen. Die Polizei führt aktuell mit jedem vor Ort angetroffenen Jugendlichen eine Gefährderansprache durch. Dabei werden den Jugendlichen Folgen und Konsequenzen ihres Handels aufgezeigt.
Gegenstand der Ermittlungen ist auch, wer von den festgestellten Personen für welche Verstöße verantwortlich ist. In Marl und Recklinghausen wird die Polizei ab sofort deutlich verstärkt unterwegs sein. Ziel der erhöhten Präsenz ist es, weitere Störungen zu verhindern, bei Verstößen und Straftaten konsequent einzuschreiten und das Sicherheitsgefühl der Menschen in den Städten zu stärken.

