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Immer mehr Eltern wollen Social-Media-Schutz für Kinder

Region. Weltweit wird über die Reglementierung von Social Media für Kinder und Jugendliche diskutiert. Eine Studie des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit an der Ruhr-Universität Bochum zeigt: Die Mehrheit der Eltern in Deutschland wünscht sich Schutzmaßnahmen wie etwa eine Altersuntergrenze für die Nutzung. Zwei Drittel befürworten ein striktes Social-Media-Verbot für unter 13-Jährige; drei Viertel unterstützen eine durch Eltern begleitete Nutzung für 13- bis 15-Jährige. Fast 80 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Eltern der Erstellung eines Social-Media-Accounts bei 13- bis 16-Jährigen zustimmen müssen, fast ebenso viele wollen eine verpflichtende Alterskontrolle durch die Plattformbetreiber.

Suchtähnliches Nutzungsverhalten

Mehr als 1.600 Eltern bewerteten für die Studie die Nutzung von sozialen Medien ihres ältesten oder einzigen Kindes. Etwa ein Drittel der Eltern findet, dass ihr Kind zu viel Zeit mit Social Media verbringt. Mehr als 40 Prozent der Kinder zeigen suchtähnliches oder riskantes Nutzungsverhalten. Gut 76 Prozent waren jünger als 13 Jahre, rund 15 Prozent sogar jünger als fünf Jahre, als sie mit der Nutzung von sozialen Medien begannen. Etwa die Hälfte der Eltern findet, dass ihre Kinder zu früh mit der Nutzung gestartet haben.

Fast alle befragten Eltern – 97,1 Prozent – nutzen selbst soziale Medien, im Durchschnitt etwa drei Stunden täglich. Knapp 30 Prozent der Erwachsenen zeigen suchtähnliche Symptome in Bezug auf Social Media, etwa 15 Prozent depressive Symptome. Die Studie zeigt auch: Je ausgeprägter das Suchtverhalten der Eltern gegenüber Social Media ist und je schlechter es um ihre psychische Gesundheit bestellt ist, desto stärker ist die suchtartige Nutzung der Kinder.

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