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ZBH kontrolliert Biotonnen

Bild: Umwelt-und Abfallberater Julian Wagner klärt über die Probleme von Plastik im Biomüll auf. Foto: Stadt Marl

Marl. Kunststoffverpackungen, Plastiktüten und andere Fremdstoffe gehören nicht in die Biotonne. Darauf weist der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl (ZBH) noch einmal hin und beteiligt sich an der kreisweiten Umweltkampagne #wirfürbio.

Die vorläufige Bilanz des ZBH: Von den rund 17.500 Biotonnen im Stadtgebiet kontrollierte der ZBH in der Aktionszeit (18. bis 29. September) circa 350 Tonnen in unterschiedlichen Wohngebieten. „Bisher konnten wir circa 40 Verstöße feststellen“, sagt Umwelt-und Abfallberater Julian Wagner. Die fehlbefüllten Biotonnen werden derzeit noch geleert. Doch bei künftigen Verstößen bleiben sie ungeleert zurück.

Den größten Störstoff-Anteil in der Biotonne bilden noch immer Plastiktüten und Kunststoffverpackungen. Sie verhindern, dass aus Küchen-und Gartenabfällen Bioenergie oder Qualitätskompost entstehen kann. Das Problem: Diese Fremdstoffe zerfallen zu Mikroplastik, landen auf den Äckern, werden ins Grundwasser gespült und gelangen damit im Trinkwasser und in den Nahrungsmitteln. Bioabfälle sollten deshalb lose in einem dafür vorgesehenen Behälter gesammelt und in die Biotonne entleert werden. Auch die als „kompostierbar“ im Handel erhältliche Tüte gehört nicht in die Biotonne.

Hintergrund: Mit der Kontrolle der Behälter sollen die Bürger für das Thema sensibilisiert werden. Ein an der Biotonne befestigtes Hinweisschild klärt darüber auf, warum keine Leerung stattfand und was zu tun ist.

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