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Erbe weg – Erbin verklagt die neuma

Marl. Die Liste mit Forderungen gegen die Neue Marler Wohnungsgesellschaft (neuma) ist lang. Insgesamt 190.000 EUR will eine Frau (55) aus Düsseldorf von dem Unternehmen haben. Sie ist die Erbin ihrer „wohlhabenden“ Patentante, die im Jahr 2015 in einer Wohnung der neuma verstarb. Die löste die Wohnung samt Inventar auf. Die Erbin erfuhr erst viel später davon – und guckte in die Röhre, denn von dem vermeintlichen Erbe war nichts mehr da. Bereits im September haben wir über diesen kuriosen Streit berichtet. Jetzt war Gütetermin vor dem Marler Amtsgericht.

Der Klägeranwalt wirft dem Marler Unternehmen eklatante Gesetzesverstöße vor. So wurde beispielsweise kein Räumungstitel durch öffentliche Zustellung erwirkt, auch die Suche nach Erben beim Nachlassgericht unterblieb.

In der Folge will die Klägerin an diesen Umständen erkrankt sein, der Schock habe sie in zahlreiche gesundheitliche Probleme gestürzt, sagt die Nichte heute. Deshalb fordert sie 20.000 Euro Schmerzensgeld. Offen bleibt, was damals zwischen dem Auffinden der Toten und der Neuvermietung der Wohnung geschehen ist. Inventar, das auf Fotos der Polizei zu sehen ist, die bei der Wohnungsöffnung anwesend war, ist weg. Genau so wie der angeblich wertvolle Schmuck, die Goldmünzen-Sammlung, Bargeld (80.000 EUR) und vieles mehr. Die neuma wiederum beruft sich darauf, dass es keine nennenswerten Wertgegenstände in der Wohnung gegeben habe.

Wer Recht hat, muss das Gericht entscheiden. Das wird einen neuen Termin anberaumen. Richterin Dr. Carolin Elfer hat aber schon deutlich gemacht, dass die neumal nachweisen muss, dass die Forderungen der Erbin unberechtigt seien.

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