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Bürgermeister Arndt ruft Marler zur Solidarität auf

Marl. Bürgermeister Werner Arndt bittet die Marlerinnen und Marler, mit gutem Beispiel voranzugehen und angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen Verantwortung für den Schutz der „kommunale Gemeinschaft“ zu übernehmen. Hier sein Aufruf im Wortlaut:

Liebe Marlerinnen und Marler,

man kann über die zusätzlichen Maßnahmen und die Einschränkungen, auf die sich die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder für die kommenden Wochen verständigt haben, im Einzelnen unterschiedlicher Meinung sein. Wir dürfen angesichts der dramatisch steigenden Neuinfektionen aber nicht das Ganze und Große aus den Augen verlieren. Es geht darum, die galoppierende Ausbreitung des Corona-Virus zu stoppen, unsere Familien und Angehörigen, Freunde und Nachbarn und uns selbst zu schützen. Deshalb wende ich mich heute an Sie und bitte Sie: Halten Sie sich an die Verordnungen und Empfehlungen, beherzigen Sie die Abstands-und Hygieneregeln und insbesondere die Maskenpflicht und verzichten Sie möglichst auch auf persönliche Begegnungen mit Freunden und Bekannten im privaten Umfeld.

Mit gutem Beispiel voran gehen

Ich weiß, wie schwer es fällt, auf den Bummel über den Weihnachtsmarkt, auf das gesellige Beisammensein in Restaurants und Gaststätten, auf gemeinsame Trainings-oder Übungsstunden im Sport-oder Kulturverein, auf Feiern und Feste im Freundeskreis sowie auf Treffen in den eigenen vier Wänden zu verzichten. Und ich weiß auch, dass die mit den neuerlichen Einschränkungen verbundenen wirtschaftlichen Einbußen bei vielen Gastronomen oder Händlern, Eventveranstaltern und Kulturschaffenden existentielle Ängste auslösen. Gleichwohl müssen wir alles daransetzen, der rasanten Ausbreitung des Corona-Virus konsequent Einhalt zu gebieten. Jede und jeder von uns kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Wir haben es weitgehend selbst in der Hand, uns und andere vor einer Ansteckung zu schützen und eine Überlastung unseres Gesundheitssystems zu verhindern, damit weiterhin allen Erkrankten bestmöglich geholfen werden kann.

Deshalb bitte ich Sie: Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und übernehmen Sie Verantwortung für das Wohlergehen unserer kommunalen Gemeinschaft. Stärken Sie das Miteinander und Füreinander, damit wir alle die Pandemie gesund und möglichst unbeschadet überstehen. Und denken Sie dabei bitte auch hilfsbedürftige und ältere Menschen, die unsere Zuwendung und Unterstützung benötigen.

Wir stehen vor einer großen und außergewöhnlichen Herausforderung, die wir gemeinsam, mit Gemeinsinn und Solidarität meistern können. Wer bewusst Fakenews verbreitet, gezielt Verunsicherung oder sogar Hass schürt, spaltet unsere Gemeinschaft, gefährdet die erfolgreiche Eindämmung der Pandemie und die Gesundheit und das Leben von Menschen. Das ist unverantwortlich.

Freiheit erfordert Verantwortung. Ich bitte Sie, liebe Marlerinnen und Marler: Übernehmen Sie heute Verantwortung, damit Sie in wenigen Wochen gemeinsam mit Ihren Lieben an der festlich geschmückten Weihnachtstafel Platz nehmen können.

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