Marl. Die Marler CDU-Politiker Astrid Kopp und Patrick Rohmann haben sich mit einem Brief an die NRW-Landtagsabgeordnete Astrid Birkhahn gewandt. Darin kritisieren sie die aktuelle Schulpolitik der rot-grünen Landesregierung. Konkret fürchten sie um den Fortbestand der Heinrich-Kielhorn-Schule. Im Rahmen einer Verordnung aus Düsseldorf wurde die Mindestschülerzahl für Förderschulen von 72 auf 144 verdoppelt. Damit droht der einzigen Förderschule in Marl mit den Schwerpunkten Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und Sprache das Aus. „Was einmal weg ist, ist weg“, fürchten die Marler Politiker. „Was geschieht, wenn Eltern feststellen, dass ihr Kind in der Regelschule doch nicht bestmöglich gefördert wird und eine Rückkehr in die Förderschule wünschen?“, antwortet Astrid Birkhahn in ihrem Schreiben darauf. Grundsätzlich teilt die Stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Weiterbildung im NRW-Landtag die Befürchtungen aus Marl.
Auch eine Forderung an die Lehrerschaft in Bezug auf die Realschule sehen Kopp und Rohmann skeptisch. Lehrer sollen -so wollen es SPD und Grüne -Schüler in einem Klassenverbund künftig auf Haupt-und Realschulniveau unterrichten, gleichzeitig und individuell. Dies ist eine Konsequenz aus der Abschaffung der Hauptschule. Nach Ansicht der Marler Politiker ist das aber kaum möglich und eine Zumutung für die Lehrer.

