
Bild: Weihbischof Dieter Geerlings segnete die Sternsinger und wünschte ihnen viel Kraft und Ausdauer für ihren Dienst. 150 Kinder und Jugendliche sowie 100 Erwachsene trafen sich zur traditionellen Aussendungsfeier am Recklinghäuser Busbahnhof. Foto: Michaela Kiepe
Recklinghausen/Vest. Der Schnee und eisigen Temperaturen haben sie auch in diesem Jahr nicht abgehalten. Der Platz zwischen den Haltesteigen des Busbahnhofs in Recklinghausen war wieder mit zahlreichen Königen und Königinnen gefüllt. Rund 150 Kinder und Jugendliche sowie 100 Erwachsene waren gekommen, um an der gemeinsamen Aussendungsfeier mit Weihbischof Dieter Geerlings teilzunehmen. Es ist ein buntes Bild, das sich bietet. Über den dicken Jacken tragen die Mädchen und Jungen ihre Gewänder, unter ihren goldenen Kronen wärmen Mützen die Köpfe. Handschuhe lassen die Finger nicht einfrieren. Schließlich müssen die Sterne und Sammelbüchsen gehalten werden.
Weihbischof Dieter Geerlings begrüßte die vielen Aktiven. Er dankt auch denen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass die Sternsinger jedes Jahr von Haus zu Haus gehen können, um den Menschen den Segen zu bringen und Geld für besondere Projekte zu sammeln. „Da in diesem Jahr Menschen in Kenia im Mittelpunkt stehen, die besonders vom Klimawandel betroffen sind, trage ich heute auch eine Stola, die mir ein Bischof aus dem ostafrikanischen Land geschenkt hat“, berichtet Geerlings den Sternsingern.
Was konkret mit dem Geld geschieht, das am Ende der Aktion zusammenkommt, wissen die kleinen Könige genau. „Damit werden Brunnen und Krankenhäuser in Kenia gebaut“, antwortet ein Mädchen in der ersten Reihe. Auch dass die drei Weisen aus dem Morgenland, von dem das von Kaplan Joachim Brune vorgetragene Evangelium berichtet, Geschenke für das Kind in der Krippe mitgebracht hatten, ist den Sternsingern natürlich nicht neu. „Gold für den König, Weihrauch, die die Verbindung zu Gott zeigt, und Myrrhe als ein besonderes Heilmittel“, erklärt Geerlings die Bedeutung der Gaben.
Am Ende der Wortgottesdienstfeier gibt er vor dem Segen den Sternsingern noch mit auf den Weg: „Ich wünsche euch viel Ausdauer und Kraft für euren heutigen Dienst.“
Musikalisch stimmte die Areopag-Band die Teilnehmer mit verschiedenen Sternsinger-Liedern auf ihren Einsatz ein. Nach dem Segen gab es zur Stärkung für alle heißen Kakao und Sterngebäck. So auch für die drei sechsjährigen Mädchen aus St. Markus, die ihren Stern zusätzlich mit einer kleinen goldenen Girlande verziert haben. „Ich bin schon zum vierten Mal dabei und trage am liebsten den Stern“, sagt Viviane. Und Sonni und Cassian, beide acht Jahre alt, haben bereits im warmen Bus Platz genommen. Denn wie jedes Jahr dürfen die Sternsinger bei der „Vestischen“ zum Nulltarif mitfahren.

Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+17“ brachten die Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen in den Städten des Vestes, so wie hier in Dorsten. Sie sammelten traditionelle für notleidende Kinder in aller Welt. Bereits 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Foto: Bludau

