
Vest. Der 87. Jahrgang ist gerade erschienen und ein Ende des Vestischen Kalenders ist nicht abzusehen: Die Fülle der Geschichten über das Vest, seine Menschen, Entwicklungen, Kuriositäten, Kunst und Literatur, Überraschungen und fundierte Analysen ist eindrucksvoll. Ein 280 Seiten starkes Unterhaltungsbuch ist der „Vestische Kalender 2016“.
Mehr als drei Dutzend Autoren aus dem gesamten Vest haben mitgewirkt (etliche schon seit vielen Jahren), der Leiter des Vestischen Archives, Dr. Matthias Kordes, hat die Beiträge zu einem lesenswerten Buch zusammengestellt.
Die Themen sind breit gestreut: Die Geschichte des Recklinghäuser Altstadtmarktes, Quäkerspeisungen nach dem Ersten Weltkrieg, das Kriegsende 1945 in Recklinghausen, ein Projektbericht „Unsere Museen“, eine Schilderung der Griechisch-Orthodoxen Gemeinde Heiliger Dimitrios Herten, die Arbeit des Therapiezentrums Hof Feuler in Marl, das Leben in adligen Damenstiften, die Geschichte des „vestischen D-Zugs“ nach Berlin, Griechen in Herten, Erinnerungen an den Autor Heinrich Schirmbeck, die „Sandträume“ des Künstlers Ulrich Schriewer oder die Entstehung der Marler Straßennamen zwischen 1900 und 1945 und vieles mehr.
Das Titelbild zeigt das Fachwerk von Loemühle (Marl), dessen eindrucksvolle Strukturen durch die Schwarz-Weiß-Darstellung betont werden.
Erhältlich in Buchhandlungen, 19,95 Euro. www.schuetz-druck.de

