
Bild: Paulina Hoffmann und ihr Werk „MmS5“. Das Werk schwebt scheinbar an der weißen Wand. Dafür verwendete sie einen schwarzen, dünnen PVC-Stoff mit einem feineren weißen Faden, den sie per Maschine vernähte. Mit seinen vielen Schlaufen weckt das Objekt Assoziationen mit einer Lederumhängetasche. Foto: Stadt Marl
Marl. Die diesjährige Sommerausstellung im Skulpturenmuseum beleuchtet Textil als Werkstoff in der Kunst.
Bis Oktober entführen in der Ausstellung „Textiles Areal“ die Installationen die Betrachter in verschiedene stoffliche Welten.
Drei Räume wurden von Paulina Hoffmann, Stefan Roigk und Anna Virnich gestaltet. Die Werke hinterfragen die Grenzen und Möglichkeiten des Werkstoffes Textil im künstlerischen Ausstellungskontext. Dabei lösen sie sich von Erwartungen und bilden neue (Erfahrungs-)Räume. Omnipräsente Gebrauchs-und Industriegewebe bilden Körper und Volumen und werden zu einem nahezu unformbaren Material.
Dabei arbeiten die Werke mit dem Raum, füllen ihn, experimentieren mit und in ihm. Die Installationen stehen oder hängen frei im Raum und unterstreichen damit neben ihrer Stofflichkeit auch ihren Skulpturencharakter.
Bereits seit Jahrhunderten gehört Textil zu einem wichtigen und omnipräsenten Gebrauchsmaterial der Alltagskultur. Als künstlerisches Material ist und war es umstritten. Bis heute findet die Arbeit mit Stofflichkeit selbst in Fachkreisen nur eingeschränkt Anerkennung.
Ausstellung: Dienstag bis Freitag 11-17 Uhr, Samstag/Sonntag/Feiertag 11-18 Uhr, Eintritt frei. Skulpturenmuseum Marl, Georg-Herwerth-Straße 63-67

