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Schluss mit den „linken Radwegen“

Marl. An der Carl-Duisberg-Straße sind die „linken Radwege“ entfernt worden. Die Stadt setzt damit gesetzliche Vorgaben um. Das jahrzehntelang stillschweigend geduldete „Marler Landrecht“ ist „außer Kraft“ gesetzt: Radfahrer müssen sich jetzt immer daran halten, auf der rechten Straßenseite zu fahren. Bislang ging Bequemlichkeit vor, weil es nie zu ernsthaften Kollisionen mit Radlern gekommen war.

Auslöser war die Gesetzeslage, nach der die sogenannten „Linken Radwege“ nur noch in Ausnahmen mit einer stichhaltigen Begründung gemäß der Straßenverkehrsordnung angeordnet werden dürfen. Die Bezirksregierung Münster, oberste Aufsichtsbehörde für die Stadt Marl, hat verfügt, dass sämtliche „Linken Radwege“ aufzuheben sind, wenn eine solche Begründungen nach der Straßenverkehrsordnung nicht vorliegt.

Das ist im Marler Stadtgebiet bis auf wenige Ausnahmen fast überall der Fall. Deshalb wurden und werden einige „Linke Radwege“ (Kennzeichen: Zusatzschild mit Fahrrad und zwei Pfeilen in gegensätzliche Richtung) wie z. B. an der Sickingmühler Straße, am Lipper Weg, an Bergstraße, Brassertstraße und an der Carl-Duisberg-Straße aufgehoben und zurückgenommen.

„An der Carl-Duisberg-Straße gebietet schon alleine die Führung der Radfahrer im Kreisverkehr Am Dicken Stein auf der Fahrbahn aus Sicherheitsgründen die Wegnahme auf dem nördlichen Stück der Carl-Duisberg-Straße“, erklärt Baudezernentin Andrea Baudek. Im schlimmsten Fall könnten Radfahrer auf der falschen Seite ankommen und zwangsläufig auch verkehrt in den Kreisverkehr fahren oder widerrechtlich den Gehweg befahren. Alleine diese Situation sei auf keinen Fall zulässig und erfordere das Eingreifen der Verwaltung.

Weitere Radwegeführungen anderer Straßen werden in den kommenden Wochen geprüft, kündigte die Verwaltung an.

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