Marl. Am morgigen Samstag (9. Mai) wird der Heimatverein Marl um 11.30 Uhr eine Gedenkveranstaltung auf dem alten Friedhof und anschließend neben dem Europäischen Friedenshaus abhalten. Unter Berücksichtigung aller Abstands-und Hygieneregeln, wie der Verein mitteilt.
Der Vereinsvorsitzende, Hubert Schulte-Kemper erinnert: „Vor 75 Jahren wurde der zweite Weltkrieg am 8. Mai beendet. Seit 1989 bzw. 1990 leben wir in Ost-und West-Deutschland wieder vereint zusammen und haben die große Freude, dass wir uns in Europa ebenfalls doch schon zu einer relativ großen Zusammenarbeit organisiert haben. Deshalb feiern wir am 9. Mai den Europatag.“
Schulte-Kemper weiter: „So ein Jubiläum – auf der einen Seite 75 Jahre Kriegsende, auf der anderen Seite 30 Jahre Wiedervereinigung und auch die ersten Anfänge der Zusammenarbeit in Europa, beginnend mit der Montan-Union, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) usw. – gibt uns einen Anlass, den 8. und 9. Mai in Erinnerung zu bringen und nicht nur zurück zu schauen, sondern auch nach vorne zu blicken und aufzuzeigen, dass wir als Deutsche gerade jetzt dankbar sind, diese Entwicklung der letzten 75 Jahre erlebt zu haben.“
Geplant ist um 11.30 Uhr an den Gräbern auf dem alten Friedhof, in der Nähe zum Europäischen Friedenshaus, der Kriegstoten aus europäischen Ländern mit einer Kranzniederlegung zu gedenken. Das Marler Ordnungsamt hat für diese Veranstaltung eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Darin sind umfangreiche Maßnahmen vorgesehen. Unter anderem darf eine Teilnehmerzahl von 40 nicht überschritten werden. Ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Teilnehmern ist einzuhalten und es besteht die Pflicht einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

