Waltrop. In seiner neuen Sonderausstellung „U-Boote – Krieg und Forschung in der Tiefe“ geht das Schiffshebewerk Henrichenburg der Faszination auf den Grund, die von Unterwasserfahrzeugen ausgeht. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt die Schau ab Sonntag (9. Dezember) in seinem Waltroper Industriemuseum. Schon immer haben Menschen davon geträumt, die geheimnisvolle Welt unter Wasser zu erobern.
Unterseeboote sind ein beliebtes Sujet für Romane und Filme. In der Realität brachten U-Boote in den beiden Weltkriegen Tod und Verderben. Heute nutzen Biologen und Geologen sie für friedliche Forschungen. In der Ausstellung zu sehen sind unter anderem das verrostete Bugsegment eines im Zweiten Weltkrieg versunkenen Klein-U-Boots vom Typ „Seehund“, eine historische Enigma-Chiffriermaschine, Kleidung und andere Original-Requisiten aus dem Film „Das Boot“ und der gerade angelaufenen neuen TV-Serie, ein Torpedo und Minen aus der Zeit des Kalten Krieges, Ausschnitte historischer Filme, Modelle, unbemannte Messfahrzeuge für die Meeresforschung sowie präparierte Tiere und rohstoffhaltige Gesteinsproben aus der Tiefsee. Begleitet wird der Besucher beim Gang durch die Ausstellungsabteilungen von „Pings“, jenen charakteristischen Tönen aus dem U-Boot-Sonar.

