
Bild: Bürgermeister Werner Arndt und Abfallberater Peter Hofmann (l.) stellen das mehrsprachige Infoblatt zur Abfalltrennung vor.
Marl. „Abfalltrennung? Ganz einfach!“ Das ist der Titel eines Faltblattes, das in neun Sprachen und mit vielen Bildern aufzeigt, welcher Abfall, wie entsorgt wird. Den Flyer, der sich insbesondere an Flüchtlinge richtet, hat der Zentrale Betriebshof (ZBH) der Stadt Marl federführend für neun Städte des Kreises Recklinghausen erarbeitet.
Anlass für den Druck des Faltblattes waren die Anfragen von Flüchtlingsbetreuern, die sich eine einfache Sortierhilfe wünschten. Denn wenn Flüchtlinge aus den größeren Unterkünften in eigene Wohnungen umziehen, führt die Mülltrennung oft zu Problemen in den Hausgemeinschaften. Da in den meisten Herkunftsländern Abfälle nicht sortiert werden, wissen viele nicht, wie das Trennsystem in Deutschland funktioniert. Erklärungsversuche von Nachbarn scheitern in der Regel an der Sprachbarriere. So kann es schnell zu Unstimmigkeiten zwischen Hausgemeinschaften kommen. „Hier kann unser Flyer eine gute Hilfe sein“, sagt Bürgermeister Werner Arndt.
Das Infoblatt zeigt in vielen Bildern, welcher Abfall in welchen Behälter gehört und wie man mit Sperrmüll umgeht. Abgebildet sind typische Abfälle mit der dazugehörigen Tonne. Zusätzlich wird gekennzeichnet, was nicht in diesem Gefäß entsorgt werden darf. Stichwörter in neun Sprachen – deutsch, englisch, türkisch, serbisch, polnisch, russisch, albanisch, arabisch, farsi – runden die Sortierhilfe ab. „Das Faltblatt ist aber nicht nur für die Flüchtlinge eine Hilfe, sondern wegen seines mehrsprachigen Aufbaus und der Bildersprache auch ideal für Neubürger, die aus anderen Ländern zu uns gezogen sind“, betont Arndt.
Der Flyer ist ein Gemeinschaftsprojekt von neun Städten (Datteln, Dorsten, Gladbeck, Haltern, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick, Recklinghausen und Waltrop). Die Abfallberatungen in den Städten haben die Informationen bewusst so strukturiert, dass sie im gesamten Kreis verwendet werden können.
Die Sortierhilfe liegt in vielen Stellen im Stadtgebiet aus und kann beim ZBH abgeholt oder im Internet (www.marl.de/zbh) heruntergeladen werden.

