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Der Streit geht weiter

Vest. Die Hoffnung hielt kaum mehr als einen Monat: Nach jahrelangem heftigen Streit hatte der Gladbecker Rat Ende November 2015 einer Lösung für den Ausbau der A52 auf seinem Stadtgebiet zugestimmt. Doch die Gegner geben nicht auf und haben – schon wieder – eine Unterschriftenaktion begonnen: „Keine A52 auf Gladbecker Stadtgebiet“.

2012 hatte ein Bürgerentscheid dazu geführt, dass Gladbeck die Planungen für den autobahnähnlichen Ausbau ablehnte: Das Stadtgebiet werde noch mehr zerschnitten, der Lärm größer und das Kreuzungsbauwerk mit der A2 riesig. Doch der Bund setzte die Stadt unter Druck: Dann werde eben der Teil auf Bottroper Gebiet ausgebaut und Gladbeck bleibe ein Nadelöhr – mit noch größeren Problemen.

Letztes Jahr nun brachten Verhandlungen eine Planung, die Gladbeck als Grundlage akzeptierte: Einen 1,5 Kilometer langen Tunnel und zusätzlichen Lärmschutz. Der Rat stimme dem zu, die Vereinbarung wurde unterschrieben.

Für die Gegner ist das zu wenig. Die Vereinbarung beruhe auf „reichlich diffusen“ Gesprächen, sie bringe keine Verbesserung gegenüber dem Ratsbürgerentscheid von 2012. Ohnehin sei alles rechtsunwirksam wegen „grober Verstöße“ gegen Gesetze.

Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland gibt der Initiative keine Chance, sie würde selbst bei einem Erfolg den Bau der A52 nicht aufhalten. Aber sie würde der Stadt schaden, weil die dann ihren Eigenanteil von zwei Millionen Euro nicht einbringen dürfe und damit der geplante Tunnel entsprechend verkürzt werde.

Der Sprecher der Bürgerinitiative Matthias Raith, wettert gegen politische Verfahren, bei dem sich wenige Funktionäre, Politiker und Lobbyisten sich in einem Berliner Hinterzimmer getroffen hätten.

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