Kreis. Es häufen sich Übergriffe gegen Polizeibeamte auch im Vest. Am vergangenen Wochenende wurden im Kreis Recklinghausen mehrere Polizisten Opfer von Gewalt. Nach Abschluss des Hervester Schützenfestes beispielsweise beleidigte eine Gruppe von jungen Dorstenern (um die 20 Jahre) mehrfach die dort eingesetzten Polizeibeamten.
Sie versuchten, die Beamten zu provozieren und zerschlugen Getränkeflaschen vor deren Augen. Auf Platzverweise reagierte die Gruppe nicht. Nur mit mehreren Streifenwagen konnte die Dorstener gebändigt werden. Vier junge Männer landeten im Polizeigewahrsam.
In Herten wurde eine Streifenwagenbesatzung gebissen, bespuckt und ins Gesicht geschlagen, als sie einen alkoholisierten Hertener ins Gewahrsam bringen wollten, der vorher randaliert und andere Personen bedroht hat. Selbst in der Zelle versuchte er, die Beamten zu bespucken und mit der Faust zu schlagen. Ähnlich erging es Polizisten in Haltern bei einem 34-jährigen Randalierer, der keine Hemmungen hatte, auf die Polizisten einzuschlagen und nach ihnen zu treten.
Auch ein 20-jähriger, ebenfalls alkoholiserter Marler machte keinen Halt vor einer Polizeibeamtin, welche er schubste und trat. Er war am frühen Montagmorgen mit einem Bekannten in Streit geraten und aggressiv geworden. Der Bekannte hatte die Polizei zur Hilfe gerufen.
Alle Randalierer erwartet eine Anzeige wegen Widerstandes gegen Polizeibeamte. Diese können zu einer Geldstraße oder sogar zu einer
Haftstrafe von bis zu drei Jahren führen.

