RE (sl) Sie sind radikale Tierschützer, essen kein Fleisch und spannen immer wieder geschickt Prominente für ihre Kampagnen ein. Die Tierschutzorganisation PETA sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Nun ist die in Recklinghausen stattfindende Messe Terra Ruhr in ihr Visier geraten. Die Tierschützer wiesen darauf hin, dass ihrer Ansicht nach exotische Tiere im Wohnzimmer nichts zu suchen haben. PETA Deutschland e.V. kritisiert den schwungvollen Handel mit Wildtieren und die Massenzuchtanlagen, aus denen diese Tiere hervorgehen. Deutschland gehöre zu den größten Absatzmärkten für Wildtiere. Auch die Gefahren, die von ausgesetzten oder entlaufenen teils sehr giftigen Tieren ausgehen, nehmen rapide zu und Giftnotzentralen schlagen mittlerweile Alarm. Hessen habe bereits reagiert und im Oktober 2007 ein Gesetz erlassen, das die Haltung gefährlicher exotischer Tiere verbietet. PETA Deutschland e.V. fordert die anderen Bundesländer auf, ein solches Verbot auf den Weg zu bringen und die Einfuhr von Wildtieren zu verbieten.
Das Schicksal eines für Tierbörsen oder Zoohandel gefangenen oder gezüchteten Reptils ist hart. Tiere wie der grüne Leguan kommen als Massenware zu Hunderttausenden jedes Jahr aus Mittelamerika nach Europa, nur um in einem Terrarium eingesperrt, den Rest ihres Lebens in Gefangenschaft zu verbringen. Auch in Tschechien oder Polen tummeln sich Züchter, die nur eines im Sinn haben: In Deutschland auf Tierbörsen Geld mit der Ware Tier zu verdienen. Immer ausgefallener, exotischer, gefährlicher, giftiger soll das Tier sein, so laut PETA der Trend.

