(sl) Einfache Organismen, so haben Forscher herausgefunden, hatten bereits vor 565 Mio. Jahren Sex. Zwei Wissenschaftler wollen anhand von Fossilien im Süden Australiens Hinweise darauf gefunden haben, dass sich die Wurm-ähnliche Funisia Dorothea bereits mit anderen Organismen fortpflanzen konnte. Der Wurm hat den Sex erfunden. Bislang hatte man angenommen, dass dies erst viel später möglich gewesen sei. Bislang nahm man an, dass die frühesten mehrzelligen Lebewesen sehr einfach waren und sich die Strategien, die Tiere heute nutzen um zu überleben, sich fortzupflanzen und zu vermehren, erst später aufgrund verschiedener Faktoren entwickelt hätten. Zu diesen Einflüssen zählten evolutionäre und ökologische Notwendigkeiten, die durch Räuber und den Wettkampf um Nahrung und andere Ressourcen entstanden seien. Nun vermuten die Wissenschaftler jedoch, dass sich die Funisia bereits während des Neoproterozoikums, das vor etwa 540 Mio. Jahre endete, ähnlich wie heutige Lebewesen fortpflanzte.

