
Foto: Hans Leipholz brachte kürzlich den sechsten Teil von „Sythen – ein Jahrhundert“ heraus.
Sythen (rk). Vorgesehen war, das Filmprojekt „Sythen – Ein Jahrhundert“ Ende 2012 abzuschließen, doch aufgrund der riesigen Materialfülle soll nun noch voraussichtlich im Dezember 2013 ein siebter Teil herauskommen. Der jetzt erschienene sechste Teil des Sythener Filmemachers Hans Leipholz, der von seine „Assistenten“ Walter Wübbe und Bruno Lücke unterstützt wurde, bietet auf zwei DVDs mit einer Spielzeit von 170 Minuten eine Reihe interessanter Themen in der Zeit von 1975 bis 1990 an.
„Ein großes Thema war die Geschichte des Segelfliegens in den Borkenbergen. Der TuS Sythen hatte 1931 eine Gruppe mit Segelfliegern ins Leben gerufen, die bis Kriegsanfang eine intakte Gruppe war. Nach dem Krieg wurde das Fliegen nicht mehr zugelassen und erst 1951 das Segelfliegen wieder erlaubt. Bekanntester der damaligen Gruppe war Heinz Wessel, der nach einem Zusammenstoß 1979 abgestürzt war“, so Hans Leipholz. Die Borkenberge als Segelfluggelände entdeckt habe 1925 Ludwig Papius.
Interessantestes Thema für die Sythener und auch das Hauptthema sei die 1981/82 sanierte Wassermühle. Ein schlechter Super-8-Film sei hierfür stark überarbeitet worden. „Zur Wassermühle gibt«s einen 30-minütigen Beitrag. Alles wurde damals mit freiwilligen Helfern in Eigenarbeit gemacht. Der »Bauleiter« Heinrich Tillmann war ständig vor Ort. Er wurde vor sechs Jahren interviewt und ist mittlerweile 96 Jahre alt.“
In weiteren Beiträgen geht es unter anderem um das Fahrradgeschäft Vennebörger, wobei das Ehepaar Vennebörger aus ihrem Leben erzählt, um die beiden Arbeitgeber Vestische Hartsteinwerke und Halterner Quarzwerke sowie um das alte Müller-Haus. Erhältlich sind die beiden DVDs für 25 Euro bei Haushaltswaren Gödde und der Lottoannahmestelle Großwiele in Sythen, bei der Buchhandlung Kortenkamp in Haltern oder direkt bei Hans Leipholz, Rotdornweg 8, Telefon 02364/68225. „Auch die vergangenen fünf Teile sind noch bei mir erhältlich“, so Hans Leipholz. „Der siebte Teil umfasst dann die Zeit von 1990 bis etwa 2005. Nach Beendigung dieses Filmprojekts bin ich 18 Jahre dabei gewesen und kann mich dann meiner eigentlichen Passion, der Tierfilmerei, widmen“, freut sich der Sythener.

