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Naturnah vor der Haustür

Stadt Marl zeichnet acht Vorgärten aus – Zahlreiche Bewerbungen machen es Jury schwer

width=800Bild: Zahlreiche Vorgärten wurden von der Stadt Marl ausgezeichnet. Bürgermeister Thomas Terhorst nahm jetzt die Siegerehrung gemeinsam mit der Technischen Dezernentin Andrea Baudek vor.

Marl. Mehr Vielfalt statt Schotter: Die Stadt Marl hat die Gewinnerinnen und Gewinner des Vorgartenwettbewerbs „Naturnah vor der Haustür“ ausgezeichnet. Insgesamt 18 Gartenvorschläge wurden eingereicht und gezeigt, wie Vorgärten zugleich schön, klimaangepasst und wertvoll für Tiere und Pflanzen sein können.

Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Thomas Terhorst wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 2.000 Euro vergeben. „Alle eingereichten Vorgärten beeindruckten durch ihre individuellen und naturnahen Gestaltungsideen. Statt gleichförmiger und häufig sehr steriler Anlagen standen hier Vielfalt, Natürlichkeit und eine abwechslungsreiche Bepflanzung im Mittelpunkt“, so Thomas Terhorst bei der Siegerehrung.

Natürliche Materialien

Man sehe, dass sich Artenvielfalt, Klimaschutz und eine attraktive Gestaltung direkt vor der eigenen Haustür verbinden lassen und für ein attraktives Wohnumfeld sorgen. Denn unterschiedliche Stauden, Gräser, Kräuter und Blühpflanzen sorgten für Struktur und Farbe und schafften zugleich wertvolle Nahrungs- und Rückzugsangebote für Insekten und andere Tiere. Auch natürliche Materialien spielten eine große Rolle. So wurden beispielsweise Natursteine bewusst als gestalterisches Element eingesetzt und nicht lediglich als Begrenzung von Beeten und Flächen.

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Bild: Ein Foto des Sieger-Vorgartens.

Farbenfroh mit Feenhaus

Aus der Vielzahl der gelungenen Beiträge hoben sich acht Vorgärten bei der Bewertung besonders hervor und wurden mit einem Preisgeld ausgezeichnet. Den ersten Platz und 600 Euro Preisgeld erhält Nadja Honisch. Ihr besonders vielfältig und verspielt gestalteter Vorgarten überzeugt mit farbenfrohen Blumen, Stauden und Gräsern sowie einem Feenhaus, das in einen Baum integriert ist. Wo zuvor vor allem Efeu wuchs, finden heute unter anderem Blutweiderich, Wiesenmargarite, Thymian, Frauenmantel, Großer Wiesenknopf und Küchenschelle Platz.

Viehtränke ist jetzt Vogeltränke

Über den zweiten Platz und 450 Euro freuen sich Anna und Jens Otto. Mehrere Stieleichen geben ihrem Vorgarten Struktur, Schatten und Nistmöglichkeiten für Vögel. Totholz und Eichenspaltpfähle bieten Insekten Lebensraum, eine ehemalige Viehtränke dient nun als Vogeltränke. Wiesenpflanzen und Kräuter wie Natternkopf, Schlüsselblume, Waldmeister und Wegwarte ergänzen die naturnahe Gestaltung.

Farbige Akzente

Den dritten Platz, verbunden mit 350 Euro Preisgeld, belegt Wolfgang Schubert. Verschiedene Stauden und Bodendecker sorgen dort für eine blütenreiche, abwechslungsreiche Struktur. Lavendel, Silberdisteln, Frauenmantel, Schafgarbe und Prachtkerzen setzen farbige Akzente.

Auch die weiteren ausgezeichneten Vorgärten wurden prämiert: Auf Platz vier kam der Vorgarten von Paul und Andrea Meyer. Platz fünf geht an Anke Dreier und Dr. Olaf Ermisch, in deren Vorgarten bewusst auf hitze- und trockenheitsresistente, heimische Pflanzen und schattenspendende Gehölze gesetzt wurde.

Über den sechsten Platz darf sich Nicole Lienemeyer freuen. Ihr Vorgarten wurde von einem tristen Kiesbeet zu einem bunten Blumenmeer umgestaltet. Beim siebten Platz handelt es sich um Lena Schellerts Vorgarten, den man als für Insekten wertvolles Staudenparadies bezeichnen kann. Auf dem achten Platz liegt Schließlich der Vorgarten von Laura Sparenberg. Dieser ist besonders durch die dichte, stimmige Bepflanzung mit verschiedenen Höhen aufgefallen ist.

Jury mit schwieriger Aufgabe

Die Jury mit Erwin und Erika Gebauer vom NABU Marl, Gregor Kampmann (Vorsitzender des Umwelt- und Nachhaltigkeitsausschusses), Bernd Kallenbach (Vorsitzender des Kleingartenvereins „Brinkfortsheide“), Andrea Baudek, Anne Kutscheidt und Kira Volle (vom Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit), hatte bei der Auswahl keine leichte Aufgabe.

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