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Römischer Karneval

Bild: Der Familiensonntag steht ganz im Zeichen des „römischen Karnevals“, der Saturnalien. Foto: LWL/J. Großekathöfer

Haltern. Im Zeichen des „römischen Karnevals“ steht der monatliche Familiensonntag des Halterner Römermuseums (11. Februar). Er bietet neben zwei Führungen eine Bastelaktion für Kinder und den passenden Film im Museumskino. In der Sonderausstellung Ein „heißes Eisen! Römische Schmiedekunst“ können sich Besucher bis zum 3. März von der hohen Handwerkskunst römischer Schmiede überzeugen.

Am Sonntag (4. Februar) erkunden Familien mit Kindern ab acht Jahren in der Überraschungsführung „Alltagstauglich“ den Alltag im Römerlager. Dabei bestimmen die Teilnehmer und der Zufall die Auswahl und Abfolge der römischen Objekte. Die Bandbreite der Funde reicht von Gegenständen der römischen Bewaffnung über luxuriöses Tafelgeschirr bis hin zu Verzierungen von Totenbetten. Um 14 Uhr erfahren Erwachsene bei der Führung „Als die Römer frech geworden“ Hintergründe zu den Eroberungsversuchen der Römer in Germanien. 9 n. Chr. hatten diese Bemühungen mit der Niederlage in der Varusschlacht ein jähes Ende. Geblieben sind die materiellen Hinterlassenschaften der Römer, die im Laufe der Zeit in den Boden gerieten und bei archäologischen Ausgrabungen geborgen wurden. Ausgewählte Funde vermitteln einen Überblick über die Geschichte der römischen Stützpunkte an der Lippe.

Zum „römischen Karneval“, den Saturnalien, war das Glücksspiel erlaubt und nicht nur das: Ähnlich dem heutigen Karneval schlüpften Römerinnen und Römer auch in andere Rollen. Der Familiensonntag (11. Februar) nimmt den Faden auf. Um 11 Uhr dreht sich für Familien mit Kindern ab sechs Jahren bei „Würfel aus Knochen, Spielsteine aus Glas“ alles um römische Spiele und das Freizeitleben der römischen Legionäre.

Spielsteine wurden in großer Zahl in den Römerlagern entlang der Lippe gefunden. Die zugehörigen Spielfelder fehlen zwar bisher in Westfalen, sie sind jedoch von anderen römischen Fundplätzen überliefert. Schriftliche Quellen geben Hinweise auf die Spielregeln, sodass dem Ausprobieren römischer Brettspiele nichts im Wege steht.

Um 14 Uhr heißt es für Familien mit Kindern ab 10 Jahren „… und es regiert der Würfelbecher“. Die Römer – vom Sklaven bis zum Kaiser – waren vom Würfelspiel begeistert. Doch nur an den Saturnalien waren Glücksspiele um Geld erlaubt. Um weitere Besonderheiten und andere Feiertage im Alten Rom geht es in dieser Führung. Von 12 bis 14 Uhr und von 15 bis 17 Uhr können Kinder römische Masken oder Spielsteine-Beutel basteln. Hierfür fallen Materialkosten von einem bzw. fünf Euro an.

Hintergrund-Informationen

Für alle Veranstaltungen gilt: Zu zahlen ist der Museumseintritt, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sind kostenfrei, öffentliche Führungen sind inbegriffen. Infos: https://http://www.lwl-roemermuseum-haltern.de.

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