Marl. Die Nominierungen des 60. Grimme-Preises, der jährlich in Marl verliehen wird, stehen fest: In den Kategorien Information & Kultur, Fiktion, Unterhaltung und Kinder & Jugend wurden aus mehr als 750 Einreichungen 64 Produktionen und Einzelleistungen für die Ausgabe in 2024 nominiert.
Außergewöhnlich viele Produktionen des Privatfernsehens, der Pay-TV-und Streaminganbieter sind in diesem Jahr unter den Nominierten: Insgesamt sind zwölf Formate, von denen zwei in der Kategorie Information & Kultur, fünf in der Kategorie Fiktion, zwei in der Kategorie Unterhaltung und drei in der Kategorie Kinder & Jugend nominiert worden. Disney+ ist im ersten Jahr nach dem Start des deutschen Angebots mit drei Produktionen dabei: „Deutsches Haus“ erzählt die Geschichte einer jungen Dolmetscherin im Nachkriegsdeutschland 1963. „Sam – Ein Sachse“ zeigt die persönliche Geschichte des ehemaligen Polizeibeamten Samuel Meffire, der als erster afrodeutscher Polizist Ostdeutschlands gilt. Für einen Spezialpreis in der Kategorie Kinder & Jugend wurde das Ensemble der Serie „Die drei !!!“ von der Kommission nominiert.
Jury tagt ab 27. Januar
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte: Nominiert ist beispielsweise der Film „Ich bin! Margot Friedländer“ (ZDF) über die Lebensgeschichte der 101-jährigen Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer in der Kategorie Fiktion sowie „Stalingrad – Stimmen aus Ruinen“ (rbb/ARTE/NDR).
Bereits ab dem 27. Januar kommen in Marl die Jurys zusammen, um über die Vergabe von 16 möglichen Grimme-Preisen sowie dem Preis der Marler Gruppe und dem Preis der Studierendenjury zu urteilen. Wer sich schließlich zu den Preisträgern des 60. Grimme-Preises zählen darf, wird am 14. März bekanntgegeben.
Alle Nominierungen im Überblick: https://www.grimme-preis.de/60-grimme-preis-2024/nominierungen

