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Papst berief Overbeck in die Weltsynode

Marl/Vatikan. Papst Franziskus hat den gebürtigen Marler Franz-Josef Overbeck, heute Bischof von Essen, als Mitglied der Weltsynode berufen. Das geht aus einer Namensliste hervor, die der Vatikan veröffentlicht hat.

Demnach hat der Papst aus Deutschland des Weiteren Münsters Bischof Dr. Felix Genn, Kardinal Gerhard Ludwig Müller und Bischof Stefan Oster aus Passau als Teilnehmer der Weltsynode ernannt. Sie beginnt im Oktober und soll über eine grundlegende Reform der Mitbestimmung in der katholischen Kirche beraten.

An der Weltsynode nehmen auch Georg Bätzing (Limburg) und Bertram Meier (Augsburg) teil, die wie Overbeck delegierte Bischöfe der Deutschen Bischofskonferenz sind.

Bei der vom Papst veranlassten Weltsynode werden erstmals Nicht-Bischöfe und Nicht-Priester im großen Umfang ein Stimmrecht haben, darunter auch Frauen. Auf der Tagesordnung stehen vor allem neue Wege der Mitwirkung der kirchlichen Basis bei wichtigen Entscheidungen in der katholischen Kirche. Gesprochen werden soll auch über die verpflichtende Ehelosigkeit von Priestern, eine mögliche Weihe von Frauen zu Diakoninnen und eine bessere Einbeziehung sexueller Minderheiten in der Kirche.

Die Mitglieder der Weltsynode werden diese Fragen bei zwei Treffen im Oktober 2023 und Oktober 2024 beraten. Dann werden sie dem Papst in einem Schlussdokument ihre Empfehlungen dazu zur Entscheidung vorlegen.

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