Pyrotechnik gegen Polizei. Busbahnhof Marl-Mitt gesperrt
Marl. Mit starken Kräften war die Polizei am Dienstagabend am Busbahnhof Marl-Mitte im Einsatz. Unterstützt vom Ordnungsamt der Stadt und einem Polizeihubschrauber. Rund 100 Jugendliche haben sich dort zusammengerottet. Böller krachen, sie werden auch gegen Polizeifahrzeuge geschleudert. Nach und nach trifft weitere Polizeiverstärkung ein. Zeitweise wird auch der Busverkehr eingestellt.
Gegen 19:30 Uhr war von mehreren Bürgern eine Schlägerei unter Heranwachsenden am Busbahnhof gemeldet worden. Die Einsatzkräfte waren binnen weniger Minuten vor Ort. Eine Schlägerei stellten sie dort nicht fest, aber eine größere Ansammlung von mehr als 100 Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen.
Viele von ihnen entfernten sich in unterschiedliche Richtungen. Unterstützt von weiteren Polizeikräften – auch ein Hubschrauber war im Einsatz – wurde die Lage am Busbahnhof beruhigt. An mehreren Orten im Umfeld wurden jedoch wiederholt Böller gezündet.
Böller wurden auch wiederholt in Richtung von Streifenwagen und Einsatzkräften geworfen. Verletzt wurde durch Pyrotechnik nach ersten Erkenntnissen niemand. Von einer Jugendlichen, die Widerstand geleistet hatte, wurden die Personalien festgestellt. Im Anschluss wurde sie den Erziehungsberechtigten übergeben.
Außerdem fanden Beamte in einer Tüte Pyrotechnik sowie zwei Messer. Die Gegenstände wurden sichergestellt. Die Polizei sperrte die Brücke zur Planetensiedlung, die Lage war zeitweise angespannt.
Einsatzkräfte trafen in Nähe des Berufskollegs (Hagenstraße) eine junge Marlerin (14) an, die leichtverletzt war. Sie sagte, dass man ihr aus einer Gruppe heraus das Handy geraubt und sie gestoßen habe. Rettungskräfte brachten die Jugendliche in ein Krankenhaus.
Gegen 23 Uhr beruhigte sich die Lage. Auch der Busverkehr wird frei gegeben.

