Marl. Die Landesregierung hat das „Präventions- und Handlungskonzept gegen Gewalt in Marl“ mit dem Landespreis Innere Sicherheit 2012 ausgezeichnet. Die Ordnungspartnerschaft zeige „eindrucksvoll, mit wie viel Engagement, Kreativität und vor allem mit wie viel Gespräch für das konkrete Sicherheitsbedürfnis vor Ort gehandelt wird“, lobte Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf.
Seit 2008 steht das Thema „Jugendgewalt“ in Marl im Blickpunkt. Auslöser waren gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und vermehrt Vandalismusschäden an öffentlichen Einrichtungen. Trauriger Höhepunkt: Im April 2010 endet der Streit auf einem Schulgelände für einen 16-Jährigen tödlich. Sowohl der 14-jährige Täter als auch das Opfer waren betrunken.
Experten der Stadt Marl, der Polizei und privater Trägereinrichtungen er-arbeiteten 2011 das „Präventions- und Handlungskonzept gegen Gewalt in Marl“.
Mit Trainingsangeboten in Kindertageseinrichtungen und einem Beratungs- und Informationsangebot für junge Eltern setzt das Konzept bereits im Vorschulalter an: „Toben, Kämpfen, Raufen“ in den Grundschulen sowie ein „Coolness- und Deeskalationstraining“ an den weiterführenden Schulen setzen den Weg der Gewaltprävention fort. Jugendschutzkontrollen sowie Aufklärungs- und Öffentlichkeitskampagnen zum Thema „Alkohol und Gewalt“ gehören ebenso zum Konzept, wie der Projektbaustein „Sichere Räume für Kinder“. Aktionen schufen „gesicherte Wohlfühlbereiche“, die durch den sogenannten MarleKiN gekennzeichnet werden.
Seit 2011 verleiht die Stadt den Kinder- und Jugendpreis für Zivilcourage „MarleKiN macht Mut“.
Minister Jäger: „Die Gewalt unter Jugendlichen ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Diese gute Entwicklung bestärkt die in dem Netzwerk Beteiligten, das Konzept gegen Gewalt in Marl konsequent weiter zu führen.“
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Symbol für Engagement: Der Marlekin.

