Bundespolizei überprüft „Bundeswehrsoldaten“ und findet Waffen und Messer

Region. Am Hauptbahnhof Herne-Wanne-Eickel stellten Bundespolizisten gestern einen jungen Mann fest. Er trug eine Bundeswehruniform samt Hoheitsabzeichen. Als Soldat konnte er sich nicht legitimieren. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten mehrere Waffen und ein Messer.
Gegen 9.50 Uhr war den Beamten der Uniformträger aufgefallen. Da er nach Erkennen der Streife unverzüglich den Bahnsteig verließ, folgte ihm die Streife. Nach kurzer „Verfolgung“ stellten die Beamten den Mann und forderten ihn auf, sich auszuweisen. Der bereits polizeibekannte deutsche Staatsangehörige konnte keine Zugehörigkeit zur Bundeswehr nachweisen.
Hoheitsabzeichen beschlagnahmt
Erst nach mehrmaligem Nachfragen gab der in Castrop-Rauxel Wohnende zu, kein Angehöriger der Bundeswehr zu sein. Auch die Frage, ob er verbotene Gegenstände oder Waffen bei sich trage, verneinte der Deutsche. Bei der anschließenden Durchsuchung stellten die Bundespolizisten eine Kaltgaswaffen samt zugehörigen CO?-Kapseln, Holstern und Munition, eine Schreckschusswaffe sowie ein Messer fest (Foto). Sie beschlagnahmten die Gegenstände umgehend.
Der Beschuldigte äußerte sich nicht weiter zu den Tatvorwürfen. Auch die Hoheitsabzeichen beschlagnahmten die Beamten und entließen den 18-Jährigen mit einem Platzverweis für den Hauptbahnhof.
Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz sowie wegen Missbrauchs von Abzeichen und Uniformen ein.

