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116 Kugeln Eis für jeden

Vest. Vanille, Schokolade, Erdbeere: Eis geht immer. Der Kreis lässt sich rund fünf Millionen Liter Eis pro Jahr schmecken – in der Waffel und im Becher, aus der Schale, vom Teller oder am Stiel. Umgerechnet wären das rund 71,1 Millionen Kugeln Eis, sagen die Statistiker vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Das macht pro Kopf 8,1 Liter oder 116 Kugeln pro Kopf.

Und doch „schmeckt“ der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hier etwas nicht. Sie sieht bei der Süßwarenindustrie einen bitteren Beigeschmack bei der Produktion am Band, insbesondere in den unteren Lohngruppen, wo viele Mitarbeiter der Branche den Rücken kehren.

Trotzdem zeigten die Arbeitgeber – und dazu gehören Branchen-Giganten wie Ferrero, Storck, Lindt, Haribo, Nestlé oder Bahlsen – keine Bereitschaft, darauf mit einem angemessenen Lohnangebot zu reagieren. Die NGG habe deshalb die Tarifverhandlungen für die Süßwarenindustrie vorerst abgebrochen und droht: Der Juni wird zum „Streikmonat fürs Süße“.

Die NGG will die hohen Preissteigerungen auffangen und fordert monatlich 500 Euro mehr für die unteren Lohngruppen. Alle übrigen sollen ein Lohn-Plus von 400 Euro bekommen. Für Azubis will die Gewerkschaft 200 Euro mehr im Monat erreichen. Ebenso ein „Ticket-Geld“ – eine monatliche Fahrtkostenpauschale von 50 Euro.

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