Studie zur Revitalisierung der Bergwerksflächen von Auguste Viktoria
Marl. In Marl kann jetzt die zweite Planungsphase für die Nachnutzung der ehemaligen Zeche Auguste Viktoria eingeläutet werden. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin übergab einen Förderbescheid über rund 1,23 Millionen Euro. Damit fördert das Land die Fortführung der Machbarkeitsstudie zur Revitalisierung der Schachtanlagen-Fläche.
Die erste Studienphase hatte bereits gezeigt, dass die von der Stadt Marl und der RAG Montan Immobilien geplante industrielle und gewerbliche Nutzung des Areals möglich ist. Die Partner wollen hier Industrie-und Gewerbeflächen mit dem Schwerpunkt Logistik entwickeln und bis zu 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Ziel ist es, bis 2020 in die konkrete Vermarktung der Fläche einzusteigen.
In der zweiten Studienphase soll unter dem Arbeitstitel „Die neue Victoria“ ein tragfähiges Strukturkonzept für die nachhaltige Revitalisierung der Fläche erstellt werden. Dies wird dann die Grundlage für die konkrete Planung des Areals hinsichtlich Erschließung und Nutzung. Die Ausschreibung für diese Studie startet jetzt. Die Ergebnisse sollen bis Ende des kommenden Jahres vorliegen.
Das Gelände der ehemaligen Schachtanlage AV 3/7 gehört zu den wenigen größeren Flächen in der Emscher-Lippe-Region und dem Ruhrgebiet, die in den kommenden Jahren für Industrie-und Gewerbeansiedlungen erschlossen werden können. Das Bergwerk Auguste Victoria war am 18. Dezember 2015 nach 110 Jahren Förderung geschlossen worden.
Die Landesregierung fördert den Zukunftsstandort „Neue Victoria“ im Rahmen ihrer Bergbauflächenvereinbarung mit den Standortkommunen und der RAG AG, sowie im Rahmen von Umbau 21, dem neuen Konzept für die Wirtschaftsförderung in der Emscher-Lippe-Region.

