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Elterntaxi ade: Ab Montag ist die Straße „Am Hinsberg“ eine Schulstraße

width=800Bild: An der Canisiusstraße wurde die erste Schulstraße Recklinghausens eingerichtet.

Recklinghausen. Am Hinsberg ist jetzt die erste „Schulstraße“ in Recklinghausen eingerichtet worden. Die dortige Grundschule nahm dies zum Anlass, mit ihren Klassen die Einrichtung mit einer Projektwoche zum Thema Mobilität zu begleiten.

Im Rahmen der Projektwoche sammelten die Schüler unter anderem „grüne Meilen“ und übergaben ein dementsprechendes Plakat im Rahmen des Schulfestes zum Abschluss der Projektwoche an Vertreter der Stadt Recklinghausen. Hierbei handelt es sich um eine Aktion des Klima-Bündnis. Ziel war es, in der Projektwoche möglichst viele Strecken umweltfreundlich zurückzulegen, per Fuß oder mit dem Rad, um so genannte „grüne Meilen“ zu sammeln.

„Wiener Modell“ macht Schule

Am Tag des Schulfests wurde am Morgen auch gleich ein Schulstraßen-Testlauf durchgeführt, der laut Schulleitung sehr positiv ausfiel. Schon da war die Canisiusstraße in Höhe des Abzweigs zum Drissenplatz mit einer mobilen Straßensperre versehen worden. Zudem wurden im direkten Umfeld so genannte Elternhaltestellen eingerichtet, die blau markiert sind.

Zum Hintergrund: Eine Schulstraße ist ein Straßenabschnitt im direkten Umfeld einer Schule, der für den motorisierten Verkehr in der Regel von Montag bis Freitag in einem bestimmten Zeitraum gesperrt ist, am Hinsberg ist dies zwischen 7.45 und 8.15 Uhr geplant – mit offiziellem Beginn am Montag, 28. September.

Diese zeitlich begrenzte Sperrung wird auch als „Wiener Modell“ bezeichnet. In Wien wurden seit Beginn des Pilotprojekts 2019 sechs Schulstraßen eingerichtet. Dank des großen Erfolgs werden diese ständig erweitert.

Sicher zur Schule – zu Fuß, mit dem Rad oder Tretroller

Das Hauptziel der Schulstraßen ist es, den Kindern einen sicheren und selbstständigen Schulweg zu ermöglichen und die Verkehrssituation vor den Schulen zu entlasten. Viele Kinder werden mit dem Auto zur Schule gebracht, wodurch es vor Ort zu unübersichtlichen und engen Situationen kommt. Dies kann die Sicherheit der Schulkinder gefährden. Durch die zeitweise Sperrung im unmittelbaren Schulumfeld entsteht eine sicherere Umgebung. Dies ermöglicht Kindern, ihren Schulweg eigenständig zurückzulegen – zu Fuß, mit dem Rad oder Tretroller.

„Schulstraßen sind wichtig, weil sie den Schulweg sicherer machen, den Verkehr rund um unsere Schulen entzerren und Kindern mehr Raum für einen selbstständigen Start in den Tag geben. Damit stärken wir nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Lebensqualität für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Anwohnerinnen und Anwohner“, so der zuständige Dezernent Axel Fritz.

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