Haltern. Das Thema Gasbohrungen und Hydraulic Fracturing („Fracking“) hatte in den letzten zwei Monaten die Bürger in der Region aufgeschreckt. Hintergrund ist, dass bei den Bohrungen nach Gas das Grundwasser arg in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Wir berichteten im November: Mit Giftwasser wird nach Erdgas gesucht.Aus diesem Grund hatte Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel die zuständige Bezirksregierung in Arnsberg angeschrieben und dabei auch auf die besondere Bedeutung des Grundwassers in Halterner am See hingewiesen. Denn hier wird bei der Gelsenwasser AG Trinkwasser für Millionen von Menschen in der Region gewonnen. Daraus ergibt sich nach Ansicht der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung, über jede Art der Entwicklung informiert werden zu müssen.Nun schrieb die Bezirksregierung zurück und erklärte unmissverständlich: „Für Ihre Sorge habe ich großes Verständnis. Die Bedeutung des Grundwassers als eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen wird hier sehr bewusst gesehen. Genehmigungsverfahren werden auch diesbezüglich mit äußerster Sorgfalt betrieben. Ich kann Ihnen versichern, dass die Stadt Haltern am See an allen Verfahren, von deren Inhalt sie berührt wird und denjenigen, bei denen ihre Beteiligung vorgeschrieben ist, beteiligt werden.“Schon vorher hatte die Bezirksregierung der Stadtverwaltung Haltern am See erklärt, dass bisher keine Genehmigung für das „Fracking“ auf Halterner Gebiet gebe, nicht einmal die Genehmigung für Probebohrungen.

