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Wenn Mauern reden könnten

Recklinghausen. Wenn Mauern sprechen könnten, die der Christuskirche an der Limperstraße hätten einiges zu erzählen. Am 6. Januar 1911 wurde das Gotteshaus der Protestanten eingeweiht. Und so überstand die Kirche mehr schlecht als recht zwei Weltkriege. Vom Wuppertaler Architekten Arno Eugen Fritsche entworfen, bilden Kirche und Pfarrhaus eine Einheit, wie sie in Westfalen eher selten anzutreffen ist.

Der Zweite Weltkrieg hat dem Gebäude arg zugesetzt, doch bereits im Jahr 1947 wurden wieder erste Gottesdienste gefeiert. Die Christuskirche ist auch ein Zeichen des wachsenden Selbstbewusstseins der Protestanten des letzten Jahrhunderts.

Nach der Schließung des Saalbaus hat sich die Kirche mehr und mehr auch weltlichen Veranstaltungen geöffnet. So finden hier Konzerte, Chorpräsentationen und Vorträge statt. Nicht selten musste die evangelische Akademie mit ihrem Gast Eugen Drewermann in die Kirche ausweichen.

Zum 100-Jährigen soll gefeiert werden. Unter dem Motto „100 Jahre – 100 Tage“ soll bis Palmsonntag am 17. April ein bunter Strauß an Veranstaltungen präsentiert werden, der zeigen soll, wie die Christuskirche sich als Kirche der Öffentlichkeit versteht.

Los geht es morgen um 17 Uhr mit einem Festgottesdienst mit Superintendent Peter Burkowski. Alle anderen Altstadtgemeinden lassen zu diesem Zweck ihre Gottesdienste ausfallen.

Ein Vortrag am Mittwoch um 19 Uhr „RE am Vorabend des Ersten Weltkrieges: Wachstum, Migration und städtebauliche Entwicklung§ von Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes im Gemeindezentrum folgt.

Bis zum 17. April folgen Workshops, Gottesdienste, Ausstellungen, Theateraufführungen oder Konzerte.

Den Abschluss bildet am 17. April um 10 Uhr ein Festgottesdienst mit Präses Alfred Buß.

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